36 Kaktus-Eis und Edelmetall
Vom 25. bis 28. Juni 2026 fand auf dem Elfrather See in Krefeld die Deutsche Meisterschaft der Altersklassen U17, U19 und U23 statt. Maximiliane Blaser, Laslo Seeliger, Henri Leforestier und Marla Pattathu vertraten den Ruderverein Neptun in allen Altersklassen. Nachdem zunächst die Veranstaltung kurzfristig von Essen nach Krefeld verlegt werden musste, kam dann noch die Hitzewelle dazu. Als Reaktion darauf, entschied die Regattaleitung, den Weg ins Finale anzupassen: Bahnverteilungsrennen und Hoffnungsläufe wurden gestrichen. Orientiert wurde sich daraufhin am Verfahren wie es auch bei internationalen Wettkämpfen Anwendung findet, dabei wird die individuell gefahrene Zeit wichtiger, als die Platzierung (sofern man nicht auf Rang 1 oder 2 lag). Dementsprechend wurden die Vorläufe deutlich spannender, da auch ein letzter Platz schneller sein kann, als der 3. Platz im anderen Lauf!
Im U23-Bereich startete Maxi im Leichtgewichts-Einer. Nachdem am Anlegesteg einige nervenaufreibende Minuten die Webseite mit den Ergebnissen aktualisiert werden musste, konnte sich über die Qualifikation ins A-Finale durch die Zeitschnellsten-Regelung gefreut werden! Im A-Finale ruderte sie in sengender Mittagshitze auf den sechsten Platz. Kurz darauf ging es in einer Renngemeinschaft mit der Kettwiger RG und dem Koblenzer RC Rhenania im Leichtgewichts-Doppelvierer an den Start. Stress durch Probleme beim Einstellen des Bootes, konnte nach wenigen Schlägen abgelegt werden, sodass sich die Mannschaft in wenigen gemeinsamen Trainingsminuten vor dem Startsignal noch um ihre Schlagfrau Maxi zusammenfinden konnte. Sie sicherten sich in einem konstanten Rennen zusammen die Silbermedaille!
Ebenfalls im U23-Bereich traten Laslo und Henri im Leichtgewichts-Männer-Zweier ohne Steuermann an. Beide gehören eigentlich noch der Altersklasse der A-Junioren an, wurden jedoch in die höhere Altersklasse hochgemeldet. Ein Bootsschaden am Steuer erschwerte den beiden das Rennen im A-Finale, sie konnten sich jedoch den dritten Platz erarbeiten und sich in der Siegerehrung am Nachmittag über die Bronzemedaille freuen.
Bei den B-Juniorinnen (U17) startete Marla gemeinsam mit Sophie Fuchs von der RG Eberbach im Doppelzweier. Das Team erreichte im Vorlauf den dritten Platz und zog aufgrund der Zeitregelung ins Halbfinale ein. Manchmal gehört hier auch etwas Glück dazu: im Lauf vor ihnen konnte eine Mannschaft, welche bis zu dem Zeitpunkt 14s schneller war, das Rennen nicht beenden, sodass sie sich mit einer knappen Sekunde auf die nächsten qualifizieren konnten. Dies zeigt, wie auch bereits bei Maxi, den fundamentalen Unterschied in diesem „Time-Trail“ Format – der Vorlauf ist das wichtigste Rennen! Nach einem Halbfinale, in welchem sich die vergangenen Tage bei hohen Temperaturen bemerkbar gemacht haben, war die erste deutsche Meisterschaft für die beiden beendet, da die B-Finals hitzebedingt gestrichen wurden.
Für Laslo ging es außerdem zusammen mit Julian Müller vom Karlsruher RV Wiking im Doppelzweier der A-Junioren (U19) an den Start. Sie fuhren ein zufriedenstellendes Rennen und sicherten sich mit einem beherzten Endspurt – man weiß ja schließlich nicht, was in den anderen Läufen gefahren wird – den 3 Platz im Vorlauf. Während noch gespannt auf die Zeiten des letzten Laufs gewartet wurde, zeigte sich dann leider, dass es für die Qualifikation über die Zeit nicht gereicht hat.
Die Gruppe, mit Trainerin Salome Horrer, konnte viele neuen Erfahrungen, sowie einige Medaillen sammeln und bereits am Sonntagmorgen die Heimreise zurück zum Bodensee antreten. Vielen Dank an Pascal und Luki für das Hänger fahren!
Es bestätigte sich wieder mal die alte Weisheit: Eis macht schnell… vor allem bei solchen Temperaturen!
Nun steht zunächst etwas freies Training an, bevor sich auf die Großbootmeisterschaft bzw. Landesmeisterschaft vorbereitet wird und es dann in die wohlverdiente „off-season“ geht.
Bilder: meinruderbild, shotbyhille, rowerhead
Bericht: Laslo, Salome







